Zen der nächsten Generation

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Sie trüben das Wasser, damit es tief erscheint.

Ich spreche nicht viel über Zen denn, ehrlich gesagt, es ist mir peinlich. Es ist, als hätte man als Kind einen coolen älteren Bruder, zu dem man aufschaute, der aber mit elf oder zwölf aufhörte zu wachsen, während man selbst weitermachte. Jetzt ist man erwachsen und er ist immer noch ein dämlicher, trotteliger Junge. Peinlich. Man hat noch eine gewisse Zuneigung zu ihm, aber es lässt sich nicht leugnen, dass er entwicklungsmäßig zurückgeblieben ist und, schlimmer noch, wie emotionaler Ballast wirkt, den man abwerfen muss, damit man seinen eigenen Weg fortsetzen kann. Was tut man? Ein guter Mensch sein und seine eigene Entwicklung aufgeben, um bei seinem Bruder zu bleiben, oder die familiären Bindungen abbrechen und mit seinem Leben weitermachen? Man könnte jetzt genauso gut eine politische Entscheidung darüber treffen, denn auf diesem Weg wird man noch oft an diese Weggabelung kommen. Lassen Sie zu, dass Sentimentalität Bindungen stärkt, oder lassen Sie zu, dass Vernunft sie löst?

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„Wenn Sie nicht in der Lage sind, die Wahrheit genau dort zu finden, wo sie ist,
Sie sind, wo sonst erwarten Sie, es zu finden?“

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